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Information zum Thema Demenz

Der Begriff Demenz beschreibt das gemeinsame Auftreten bestimmter Symptome, die unterschiedliche Ursachen haben können. Insgesamt beinhaltet der Begriff mehr als 50 verschiedene Krankheitsformen (u.a. Alzheimer-Demenz, vaskuläre Demenz etc.).
Bei allen Demenzformen schwindet langfristig die geistige Leistungsfähigkeit. Weitere Symptome (wie z.B.: die Veränderung im zwischenmenschlichen Verhalten) sowie der Verlauf variieren je nach Demenzform. Betroffen sind hauptsächlich Menschen über 65 Jahre, häufiger sind sie weiblich.

Es wird unterschieden zwischen primären Demenzen (diese sind eigenständige Erkrankungen bei denen nach und nach Nervenzellen im Gehirn absterben - die Ursache ist hier unbekannt), und sekundären Demenzen (diese sind eher selten und treten beispielsweise als Folge von Medikamenteneinnahme oder anderen Erkrankungen auf wie z.B.: durch Alkoholsucht, Entzündungen, Stoffwechselstörungen auf).
Primäre Demenzen sind nicht heilbar, jedoch kann die richtige Behandlung den Verlauf verzögern wodurch die Lebensqualität der Betroffenen länger erhalten bleiben kann. Behandelt wird mit diversen Medikamenten (Antidementiva in Form von Tabletten oder Pflastern) sowie auch durch nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Musiktherapie, Ergotherapie, Physiotherapie usw.


Sekundäre Demenzen können manchmal geheilt werden, wenn die Ursache frühzeitig erkannt und behandelt wird.
Es gibt auch Mischformen dementieller Krankheitsprozesse, häufig treten Mischungen von Alzheimer-Demenz und vaskulärer Demenz auf.
Ein erhöhtes Alter sowie eine entsprechende genetische Veranlagung steigern das Risiko an einer Demenz zu erkranken. Weitere Risikofaktoren sind u.a. Bluthochdruck, Diabetes Mellitus, Herzrhythmusstörungen, ein hoher Cholesterinspiegel, Schädel-Hirn-Verletzungen, Depressionen, übermäßiger Alkoholkonsum und Übergewicht. Ebenso ein erhöhtes Risiko besteht auch bei Menschen mit geringer geistiger, sozialer und körperlicher Aktivität.
Die Diagnostik bzw. Untersuchung erfolgt unter anderem durch den Arzt via Anamnesegespräch und eine körperliche Untersuchung.

Wenn der Arzt einen Bedarf sieht, erfolgt auch eine testpsychologische Untersuchung (meistens durch einen Klinischen Psychologen) in Form von kognitiven Demenztests. Weiters erfolgen Labortests, bei denen diverse Parameter im Blut untersucht werden. Auch bildgebende Verfahren werden zur Diagnostik herangezogen. Zudem besteht auch die Möglichkeit, das genetische Risiko an einer Demenz zu erkranken, via genetischer Untersuchung abklären zu lassen.